Xtian-Sex: Kirchliche Regeln


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Was bedeutet Sexualität für evangelische Christen? Welche Formen sind gut und welche nicht? Ein neues Buch bietet Orientierung. Die Autoren hatten vorher an einem Grundsatzpapier zur Sexualethik gearbeitet, das die EKD beauftragt und dann gestoppt hatte.


Von Anne Kampf|evangelisch.de

In dem Buch „Unverschämt – schön. Sexualethik: evangelisch und lebensnah“ (erscheint am 24.8. 2015 im Gütersloher Verlagshaus) bringen die Autoren Peter Dabrock, Renate Augstein, Cornelia Helfferich, Stefanie Schardien und Uwe Sielert verschiedene Bereiche menschlicher Sexualität zur Sprache. Sexualität sei grundsätzlich etwas Wunderbares und … sehr Kostbares“, heißt es in dem Text.

Um Bewertungskriterien für verschiedene Formen der Sexualität zu finden, fragen die Autoren zunächst nach biblischen Texten und deren Auslegung. Dazu werden anthropologische, sexualsoziologische, psychologische, pädagogische und rechtliche Perspektiven betrachtet. Auf dieser Grundlage entwickeln die Autoren eine theologisch-ethische Kriteriologie für das „Gelingen“ von Sexualität. Die fünf Kriterien sind: „Freiwilligkeit“, „Achtung von Andersheit“, die „Ermöglichung gleicher Verwirklichungschancen“ und die „Bereitschaft zur Treue und zum Neuanfang“. Weitere drei Kriterien sollen helfen, eine ethische Orientierung zu finden: Sexualpraktiken sind demnach gut, wenn sie „lebensdienlich“ sind, den „Schutz aller Beteiligten“ gewährleisten und zur „Lebenszufriedenheit“ beitragen.

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