Religionen zivilisieren sich nicht von selbst


Carlin_Religion

Westliche Beobachter rufen den Islam gern zu einer Reformation auf. Damit soll sich die Religion von ihrem mittelalterlichen Weltbild entfernen und sich selbst einen Modernisierungsschub geben. Doch das kann gar nicht gelingen


Von Alexander Grau|Cicero

Der Islam braucht eine Reformation. Da sind sich die meisten westlichen Beobachter einig – und ein paar säkulare mohammedanische dazu. Erstarrt in einem mittelalterlichen Weltbild, gefangen in einer archaischen Ethik und einzementiert in überkommenen sozialen Strukturen braucht der Islam – so die beliebte Diagnose und Empfehlung – dringend eine Art zweiten Luther, jemanden, der die mittelalterlichen Fesseln sprengt und den islamischen Gesellschaften intellektuell den Weg in die Moderne ebnet.

Schön gedacht und aus protestantischer Perspektive auch schmeichelhaft. Doch bedauerlicherweise beruht die Hoffnung auf eine islamische Reformation auf falschen Grundannahmen. Das fatale Ergebnis: Das Erstarken des islamischen Fundamentalismus und seine Erfolge in den letzten Jahrzehnten werden grundlegend missverstanden. Daran wiederum knüpfen sich falsche Hoffnung und naive Erwartungen.

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2 Comments

  1. Ich habe mir das Video dieser George Carlin Veranstaltung gut ein Dutzend Mal angeschaut. Der Mann war einfach genial und hatte absolut recht, leider ist er schon 2008 verstorben.

    Wer glaubt die Träger grenzenloser Dummheit und Verblödung – aka Islam – wären zu Reformen fähig, der liegt total daneben. Wer mangels Fähigkeiten im Kopf nicht denkt und nur unsinnigen Quatsch nachplappert wie ein Papagei, der läßt sich keinen geänderten Text unterjubeln. Manche Papageien haben da deutlich mehr Intelligenz

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