Hamburger Kapernaum-Kirche wird Moschee – mit Hilfe aus Kuwait


Das Islamische Zentrum Al-Nour hat die leerstehende Kirche 2012 gekauft. (Foto: Flickr/ A Young Reader by Tanti Ruwani CC BY 2.0)
Weder die Anwohner noch die Architektur stehen dem Umbau einer Hamburger Kirche in eine Moschee im Wege. Eher sind es die Kosten. Nun aber hat das Islamische Zentrum Al-Nour einen potenten Sponsoren gefunden.


Deutsch Türkische Nachrichten

Auf dem Turm der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn glänzt seit diesem Sommer der arabische Schriftzug «Allah» in der Sonne. Im Kirchenschiff leuchten die bunten Glasfenstersteine. An der Ostseite scheinen sie sich zu einem leuchtenden Kreuz zusammenzufügen. «Das müssen wir fachmännisch von innen etwas unkenntlich machen, aus Rücksicht auf die Gefühle der betenden Muslime», sagt der Vorsitzende des Islamischen Zentrums Al-Nour, Daniel Abdin. Die Glasfenster werden aber bleiben, versichert der 52-Jährige. Das Gebäude stehe unter Denkmalschutz. «Außen Kirche, innen Moschee», so lautet das Motto des gebürtigen Libanesen.

Das Islamische Zentrum Al-Nour hat die leerstehende Kirche 2012 gekauft, für annähernd eine Million Euro. Seitdem laufen die Umbauarbeiten zu einer Moschee. Das ehemalige Kirchenschiff hat bereits eine neue Empore für Frauen und eine Gebetsnische für den Imam, die im Rohbau fertig ist. Der Boden besteht noch aus nacktem Beton. Er soll mit Teppichen bedeckt werden, darunter kommt eine Fußbodenheizung. Die glatten Wände werden hell gestrichen und mit islamischer Schriftkunst verziert. Zum Frühjahr nächsten Jahres soll der Umbau fertig sein, hofft Abdin.

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