Heidenau: Jagdszenen zwischen Rechtsradikalen und Polizei


Polizisten laufen in Heidenau durch Rauchschwaden. Rechtsextreme hatten sie unter anderem mit Böllern beworfen. – Foto: Axel Schmidt / REUTERS
Erneut Ausschreitungen im sächsischen Heidenau: In der Nacht zum Sonntag pöbelten Rechtsextreme wie in der Nacht zuvor gegen Flüchtlinge und gingen auf Polizisten los.

Von Matthias Meisner|DER TAGESSPIEGEL

Rechtsextremisten haben in Heidenau in der Nacht zum Sonntag erneut vor dem Notquartier für Flüchtlinge Krawall geschlagen. Die rechten Demonstranten warfen am späten Samstagabend Bierflaschen und Böller auf Polizisten. „Es waren ähnliche Szenen wie in der Nacht zuvor„, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntagmorgen. Die Polizei ging mit Schutzschilden gegen die teils betrunkenen Bürger vor und räumte die Straße.

Ein MDR-Reporter berichtete, die Rechtsradikalen hätten zudem sogar Straßenabsperrungen nach den Polizisten geworfen. Die Situation sei wie aus dem Nichts eskaliert. Nach seinen Worten sprach auch die Polizei von einer neuen Qualität. Als sei ein Hebel umgelegt worden, beschrieb demnach ein Beamter die Situation zu Beginn. Die Polizei sei aber besser vorbereitet gewesen als Freitagnacht und konnte den Mob zurückdrängen, meldete der Sender. Aber auch danach habe es Jagdszenen zwischen Beamten und Rechten gegeben.

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