Gelichter: „Was ist denn das für eine Scheiße?“


MiGAZIN Kolumnist Sven Bensmann © privat, bearb. MiG
Es ist wieder mal Zeit, etwas so wirklich Unpopuläres zu sagen. Es muss einfach mal gesagt werden. Til Schweiger ist so schlecht nicht.

Von Sven Bensmann|MiGAZIN

Und heute gibt es dazu auch kein „Ja, aber“, diese so populäre Haltung, die unter Möchteungern-Rassisten ebenso verbreitet ist, wie unter jenen, die dieser Tage Position für Schweiger beziehen: Ja, der Schweiger ist schon toll, wenn er sich für Flüchtlinge einsetzt und in kürzester Zeit mal ne Viertelmillion zusammenbekommt, aber so allgemein, naja…der redet schon viel Stuss, und erst seine Filme…

Kann jeder.

„Ja, aber“, das ist Verrat am eigenen Ethos. Egal wie unethisch dieses auch sein mag. Es ist entweder ja, oder nein. Aber ist der Ausweg der Rückgratlosen und Feiglinge.

Nein. Til Schweiger ist inspirierend: seine Facebookseite ist voll mit Wortmeldungen zu seinen Kommentaren. Schweiger ist einer derjenigen Anständigen, deren Aufstand wir immer und immer wieder einfordern: er ist bereit, selbst und persönlich einzustehen für das, was er fordert. Schweiger ist mit dem Herzen dabei: er geht mit all seiner Rage in Diskussionen. Eine Rage, die echt ist – ein so guter Schauspieler is er nicht. Und Schweiger ist hervorragend darin, Filme ohne jeden Anspruch zu machen, die beim Massenpublikum gut ankommen. Selbst wenn er sich dabei auf eine fast schon fetischisierenden Weise auf Ohren fokussiert.

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