Heidenau: „Ich will einfach nur aus dieser Stadt weg“


Sigmar Gabriel besucht nach den Krawallen den sächsischen Ort Heidenau: „Wer hier Parolen brüllt und Brandsätze schmeißt, der hat nur eine Antwort verdient: Ihr gehört nicht zu uns.“ Quelle: N24
In Heidenau fordert Sigmar Gabriel eine harte Linie gegen Rechtsextremisten. Auch mancher Anwohner lehnt Flüchtlingshilfe ab. Die bedrohten Asylbewerber wollen vor allem eins: die Stadt verlassen.


Von Benno Müchler|DIE WELT

Die Absperrung vor dem Flüchtlingsheim öffnet sich. Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) tritt vor die Presse: „Keinen Millimeter diesem rechtsradikalen Mob“, sagt er, umringt von Journalisten. „Das sind Leute, die haben mit Deutschland nichts zu tun.“

Nach den schweren Ausschreitungen am Wochenende hatte der Wirtschaftsminister spontan die Pläne für seine Sommerreise geändert, um sich am Montagvormittag ein Bild von der Lage in der sächsischen Kleinstadt zu machen. Gabriel fordert, die rechtsextremen Teile der Gesellschaft klar auszugrenzen und zu verfolgen. „Für die gibt’s nur eine Antwort. Polizei, Staatsanwaltschaft und nach Möglichkeit für jeden, den wir da erwischen, auch das Gefängnis.“

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