Religion: Gewalt als Wesensmerkmal?


Hartmut Zinser Religion und Krieg Verlag: Fink, Paderborn 2015 ISBN: 9783770558339 24,90 €
Hartmut Zinser
Religion und Krieg
Verlag: Fink, Paderborn 2015
ISBN: 9783770558339
24,90 €

Der Autor ist pensionierter Professor für Religionswissenschaft an der FU Berlin. Im vorliegenden Buch möchte er das kriegerische Potenzial von Religionen erkunden. Dabei nimmt er tatsächlich stattgefundene Gewaltkonflikte in den Blick.

Von Ann-Kristin Flögel|Spektrum.de

Als Grundthese formuliert Zinser, Religionen seien nicht von sich aus friedfertig, ihnen müsse die Friedensliebe erst aufgedrängt werden. Auch wenn ein grundsätzlicher Gewaltverzicht zum Kern vieler Religionen gehöre, würden sie bewaffnete Auseinandersetzungen mitunter rechtfertigen, oft auf krummen Argumentationswegen. Diese These belegt der Autor anhand ausgewählter Beispiele, nachdem er sich ausführlich damit auseinander gesetzt hat, was man unter „Religion“ und „Krieg“ überhaupt zu verstehen hat.

Im Kern geht es Zinser darum, zu analysieren, welche Haltung die verschiedenen Religionen zum Krieg entwickelten und in welcher Weise sie diesen verbal verteidigten. Ein gewaltiges Unterfangen für ein Buch von knapp 200 Seiten, zumal der Autor kaum eine bedeutende Religion auslässt. Angefangen bei Überlegungen zu Heldentum, Ruhm und Herrschaft etwa bei den Germanen, spannt Zinser den Bogen über die römische Antike und die Theorie vom „bellum iustum“ (vom „gerechten Krieg“) bis hin zum Christentum samt den Kreuzzügen. Auch mit den vermeintlich friedfertigen buddhistischen Lehren sowie dem Hinduismus setzt er sich kritisch auseinander, wenn auch weniger ausführlich.

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1 Comment

  1. Das Grundproblem des Glaubens ist doch, nichts kann durch Wissen, Logik und Fakten bewiesen werden. Man kann es nur glauben, sofern man zu den Dummen gehört. So bleibt der Anhängern des Glaubens das einzige Argument, dass viele diesen Glauben teilen – je mehr umso besser. Also muss es doch gut sein

    Schon kommen die Eiferer des Glaubens wie die Kakerlaken aus den Ritzen, bezeichnen sich als die besseren Menschen mit überlegener Moral und wollen alle Anderen zwingen ihren Glauben anzunehmen, notfalls mit brutaler Gewalt. Unmerklich sind sie mitten im Krieg, der natürlich gerecht und jede Grausamkeit von Gott gewollt ist. Wer nicht freudig mitmacht, dem droht von Gott schlimmes Ungemach. Martin Luther hat es treffend formuliert und so die Religionen als abartiges brutales System demaskiert.

    Was Luther entgangen ist, das ist die Spirale der Dummheit. Je unwissender und primitiver die Menschen sind, um so gewaltsamer, sinnloser und brutaler ist der Krieg – die Muslimen IS-Terroristen beweisen es gerade

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