„Es darf kein zweites Lichtenhagen geben“


Das Sonnenblumenhaus in der Mecklenburger Allee (2006) Bild: wikimedia.org/CC-SA-BY 3.0

Gut 20 Jahre ist es her, dass es rechtsradikale Anschläge in Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen gab. Menschen starben. Aktuell brennen wieder Gebäude. „Die Situation ist weder gleich noch ganz anders als damals“, sagt Experte David Begrich.

Von Sarah Salin|evangelisch.de

„Ich war damals in Lichtenhagen und auch aktuell in Heidenau dabei. Einen Kristallisationspunkt, an dem die Gewalt durchbricht, hat es damals wie heute gegeben“, sagt David Begrich. Neo-Nazis hätten in Heidenau gespürt, dass ihnen keine Grenzen gesetzt werden, berichtet der Referent für Rechtsextremismus bei „Miteinander e.V.“ in Magdeburg. Begrich habe gesehen, wie Polizisten in panischer Angst vor Neo-Nazis geflüchtet sind.

Solche Bilder hätten eine Langzeitwirkung. „Die Reaktionen in der Neo-Nazi-Szene sind seit ein paar Tagen geprägt von unverhohlener Gewaltbereitschaft und Euphorie.“ Das Selbstbewusstsein der Neo-Nazis wachse. Die Stimmung sei: „Jetzt geht es los.“

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