Nacht der Religionen: Stammtisch für Hexen


Druiden, Schamanen und Hexen auf der Straße in Berlin Wedding. – Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Barden, Druiden, Heiden – was machen die eigentlich? Am Wochenende kann man sie live erleben.

Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Einmal im Monat trifft sich im Hinterzimmer einer Gaststätte in Wedding der „Hexen- und Heidenstammtisch“. An diesem Abend sitzen elf Barden, Druiden, Hexen und Schamanen unterschiedlichen Alters um den langen Holztisch. Vor ihrer Brust baumeln Anhänger mit Pentakeln und Lebensbäumen, zwei tragen lange Gewänder über Jeans und T-Shirt.

Bernhard Kühn und Anke Keidel haben ein mit Runen und Lebensbaum-Ornamenten verziertes Kuhhorn mitgebracht, aus dem sie bei Ritualhandlungen Met trinken. Vor Gudrun Pannier liegt ein aus Holz geschnitzter Hammer des germanischen Donnergottes Thor auf dem Tisch.

Die paganen oder neuheidnischen Gemeinschaften zeigen sich selten in der Öffentlichkeit, aber dieses Jahr machen sie bei der Langen Nacht der Religionen mit. „Wir sind Heiden, aber das heißt nicht, dass wir an nichts glauben“, sagt Gudrun Pannier vom Verein „Pagan Federation Deutschland“.

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