Theologen-Netzwerk: Schweiz soll Grenzen für Flüchtlinge öffnen


Ein ökumenisches Netzwerk von Theologen macht sich für eine Liberalisierung der Schweizer Flüchtlingspolitik stark. Über Flucht und Migration werde in den vergangenen Jahren immer mehr jenseits von ethischen Leitlinien diskutiert, schreiben reformierte und katholische Theologen in einer „Migrationscharta“, die am Mittwoch in Bern veröffentlicht wurde. „Die entsprechenden Verschärfungen der Migrations- und Asylgesetzgebung verletzen elementare Rechtsgrundsätze.“

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In dem Dokument des Netzwerks „KircheNordSüdUntenLinks“ wird an die Kirchen appelliert, sich mit „schärfstem Protest“ zur aktuellen Migrationspolitik zu äußern. In der öffentlichen Debatte seien die Kirchen als Anwälte der ausgegrenzten Flüchtlinge und als Bündnispartner für Solidaritätsbewegungen kaum wahrnehmbar, beklagt Matthias Hui, einer der Initiatoren der Migrationscharta.

Wenn biblische Theologie die prinzipielle Gleichheit der Menschen betone, sei das „Recht auf freie Niederlassung für alle“ weltweit die Richtschnur für kirchliches Engagement, argumentiert Hui. Mit Blick auf die Wahlen in der Schweiz wird deshalb gefordert, die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei SVP zu isolieren. Am 18. Oktober wird in der Schweiz das Parlament neu gewählt.

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