„ARD braucht ab 2017 400 Millionen Euro mehr pro Jahr“


Nach dem ARD-Vorsitzenden, der mehr als 300.000 Euro im Jahr verdient, braucht man „von Zeit zu Zeit eine Anpassung“, um die Programmqualität zu halten – ein Kommentar

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Die ARD braucht, so liest man in einer „Nachricht“ bei tagesschau.de, jährlich 400 Millionen Euro mehr. Auf 2400 Seiten stehe „detailliert“, so heißt dies, warum man eine Erhöhung um 2,2 Prozent benötigt. Angeführt werden steigende Löhne und Gehälter und technische Umstellungen wie digitales Radio oder DVBT-2, was kurzfristig mehr koste, aber langfristig einspare. Und man arbeitet schon im Titel manipulativ und spricht von „Anpassung des Rundfunkbeitrags“ anstatt von der geforderten Erhöhung der Einnahmen.

Zugegeben, es werden gewichtige Gründe sein, die die ARD da auf mehr als 2.000 Seiten ausbreitet, die wir uns nicht angesehen haben. Jetzt muss auch erst einmal die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) den Antrag prüfen. Die verlangte Erhöhung wird auf dem Hintergrund der vor kurzem veränderten Einziehung des Rundfunkbeitrags gefordert. Jetzt muss dieser zwangsweise wie eine Steuer pro Wohnung gezahlt werden, was zu erheblichen Mehreinnahmen geführt hat.

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