In Australien könnten pädophile Sexualstraftäter bald zur chemischen Kastration gezwungen werden


Das Medikament Depo Provera, mit dem Sexualstraftäter chemisch kastriert werden können | Foto: Ciell | Wikimedia Commons | CC BY-SA 2.5
Ein neuer Ausschuss der australischen Regierung befasst sich gerade damit, ob man bei pädophilen Sexualverbrechern als Alternative zu einer Haftstrafe die chemische Zwangskastration einführen sollte.

Von Tess Owen|Vice.com

Gerichte der australischen Bundesstaaten Western Australia und Victoria haben bereits die Befugnis, Sexualstraftätern, die als besonders gefährlich eingestuft werden, während der Haftstrafe eine libido-vermindernde Behandlung aufzuerlegen—als Teil der Entlassungsauflagen. In New South Wales (NSW), wo auch besagter Ausschuss eingerichtet wurde, können sich verurteilte pädophile Sexualverbrecher dieser Behandlung freiwillig unterziehen.

Troy Grant, der Justizminister von New South Wales, setzt sich aufgrund der hohen Rückfallquote jetzt jedoch dafür ein, die chemische Kastration für pädophile Sexualstraftäter verbindlich zu machen. Letzten Mittwoch verkündete er die Einrichtung des Ausschusses. „Wir wollen diese Möglichkeit überprüfen und die Regierung darüber informieren, wie wir mit dem verstärkten Einsatz von libido-senkenden Behandlungen—auch als chemische Kastration bekannt—den Schutz unserer Kinder erhöhen können“, meinte er gegenüber der Australian Broadcasting Corporation.

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