Kroatischer Erzbischof fordert Referendum über Faschisten-Gruß


Der Erzbischof von Zadar, Zelimir Puljic, auf dem Weg zu einer Messe | © Pixsell/Matija Topolovec/dpa
Kroatiens Präsidentin hatte klar Nein zu einem Referendum gesagt. Ginge es nach Erzbischof Puljic, könnte eine dem Hitlergruß ähnliche Geste bald wieder erlaubt sein.

ZEIT ONLINE

Der Vorsitzende der kroatischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Zadar, Želimir Puljić, hat ein Referendum über den Gruß der Faschisten im Zweiten Weltkrieg vorgeschlagen. Über die Wiedereinführung des Grußes innerhalb der Armee des Landes solle in einer Volksabstimmung entschieden werden, schlug das geistliche Oberhaupt vor. Der Gruß war von den mit Hitler-Deutschland verbündeten kroatischen Ustascha-Faschisten genutzt worden und ist seitdem verboten. Er lautet „Za Dom – Spremni!“, was so viel bedeutet wie „Für die Heimat – Bereit!“, und wurde spätestens ab der Annäherung an das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland mit erhobenem rechten Arm ausgesprochen. Einige Würdenträger der katholischen Kirche sympathisierten offen mit der Ustascha.

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