Wem hat GOTT das Land Kanaan versprochen?


Bild. wikimedia.org/PD
An der Spitze der zionistisch-jüdischen Argumente für die Berechtigung des jüdischen Volkes auf Palästina/Israel steht das Argument, dass „Gott“ dieses Land dem jüdischen Volk versprochen habe.

Von Abraham Melzer|DER SEMIT

Man muss demnach an „Gott“ glauben, um das zu akzeptieren, und es spielt für die fanatischen Zionisten keine Rolle, dass der Zionismus eigentlich eine säkulare Bewegung war, dass Theodor Herzl, der Begründer der zionistischen Bewegung, von „Gott“ keine Ahnung hatte und von der Bibel und den jüdischen Gesetzen noch weniger. Es spielt auch keine Rolle, dass die meisten Israelis gar nicht religiös und erst Recht nicht orthodox sind, obwohl das Land von einer orthodox-religiösen Mafia regiert wird, die sich bei vielen Angelegenheiten des Alltags und ganz besonders beim Anspruch auf das Land, auf die Bibel und die Halacha beruft, und auf einen Gott, den bis heute noch kein Mensch gesehen hat. 

Aber selbst wenn wir dieser Argumentation folgen und bereit wären, einen Gott zu akzeptieren, den wir nicht anerkennen und an dessen Lehre wir nicht glauben, sollten wir einmal die Geschichte des „Versprechens“, wie sie in der Bibel geschildert wird – und auf die sich der orthodoxe Zionismus beruft und damit dem jüdischen Volk, und gleichzeitig der gesamten Menschheit, eine nachhaltige Gehirnwäsche verpasst hat – überprüfen.

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2 Comments

  1. Die Jahrhunderte andauernde politische Zugehörigkeit Palästinas als Teil Ägyptens zeigt sich besonders im Baustil in Aphek, Ashdod, Beth Shan, Gaza, Hesi, Jemmeh, Joppa, Tell el-Farah, Tell Masos und Tell esh-Sharia (Ziklag). Palästina besteht aus wenigen Orten unter ägyptischen Vasallen. Jerusalem hat um 1000 v.C. etwa 250 Akkadisch sprechende Bewohner, die Hapiru Räuberbanden plündern es mehrfach. Die Hapiru leben nicht in den Orten, haben dort keine Könige mit Palästen und Yahwe Tempeln. Die Königreiche des Tanachs sind religiöser Größenwahn. Die ersten Hapiru sind Analphabeten, sie sprechen Dutzende Sprachen je nach Herkunft des Seevolks im Mittelmeerraum, Althebräisch als Sprache existiert noch nicht.

    Die Amarna Texte enthalten Belege für die Königreiche Mitanni unter König Tushratta, für Babylon, für Assyrien und die Hethiter unter König Schuppiluliuma I mit Kriegen um die Herrschaft über Palästina. Das Amarna Archiv enthält 60 Hilfsgesuche wie das des Rib-Addi aus Byblos sowie 6 Hilfsgesuche des Königs Biridiya, der 1350 v.C. als ägyptischer Vasall von Megiddo die Bedrohung der Shechem unter dem Hapiru König Labayu beklagt. Pharao Merenptah (1278-1204 v.C.) kämpft gegen das Seevolk der Lebu (Libyer). Der Karnak Text (KRI IV, S. 1-2) und die Stele (KRI IV, S. 23) des Pharao Merenptah in Phönizisch beschreibt die Beute aus Askalon, Gezer, Januammu und Ysrjz.

    Der winzige nomadische Hirtenclan Ysrjz wird im Tanach zu Israel mit den Weltreichen von König David, Salomon vom Euphrat bis zum Nil, die in keinem historischen Text erwähnt werden. Keines der Reiche der Zeit treibt Handel mit dem Reich der Israelis, schließt Verträge ab oder erwähnt es auch nur. Palästina war bis zur Herrschaft der Perser ab 570 v.C. ein Teil Ägyptens, allerdings am Arsch der Welt wie etwa der hinterste Winkel im bayrischen Wald.

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