Frau lebte bis zum 25. Geburtstag in einer Sekte – jetzt packt sie aus


Homepage der Plymouth Brethren Christian Church. Screenshot: bb
Homepage der Plymouth Brethren Christian Church. Screenshot: bb
Joy Nason wurde bei den Raven-Brüdern geboren, einer strengen religiösen Gemeinschaft. 25 Jahre lebte sie ohne Fernseher, Spielzeug und Kontakt zur Außenwelt. Nun packt sie über ihr Leben in der Sekte aus.

Von Christoph Fröhlich|stern.de

Joy Nason hate keine schöne Kindheit: Sie hatte kein Fernsehen, kein Spielzeug und keine Haustiere. Sie sang weder im Chor noch durfte sie ins Ferienlager. Sie durfte nicht einmal ihren oder den Geburtstag ihrer sieben Geschwister feiern. Ein trauriges Schicksal, doch es war Gottes Wille – so glaubte es Nason jahrelang. Denn sie wuchs inmitten einer Sekte auf, den sogenannten Raven-Brüdern. Dabei handelt es sich um eine der strengsten Religionsgemeinschaften der Welt.

International heißt die Gruppierung „Plymouth Brethren Christian Church“ oder „Exclusive Brethren“, weltweit gibt es knapp 300 Gemeinden mit 43.000 Mitgliedern, vor allem im englischsprachigen Raum.

Joy Nason wurde im englischen Bristol geboren, 1953 wanderte ihre Familie nach Sydney aus. Danach war ihr Leben nicht mehr wie vorher: Obwohl sie in einem normalen Haus lebten, mussten sie täglich an Treffen mit anderen Raven-Mitgliedern teilnehmen. Ein Kontakt zu anderen Menschen war verboten, es galten einzig und allein die Gesetze der Sekte. Zudem herrschte ständig ein Klima der Angst, in dem man stets alle Sünden gestehen sollte.

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1 Comment

  1. Mich irritiert in der Geschichte, dass es offenbar kein Aufleben einer intensiven Beziehung zum Vater gab. Es klingt irgendwie distanziert. Wie das traurige Leben einer Figur, die man vom Hörensagen kennt. Vielleicht hatte sich der Vater nicht wirklich von der Sekte getrennt…

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