Kirchen weiten Hilfe für Flüchtlinge aus


Matratzen für junge Asylbewerber liegen in der Pfarrei St. Otto in Cadolzburg (Bayern). /Illustration Foto: Daniel Karmann
Die Kirchen in Deutschland haben ihre Hilfe für Flüchtlinge deutlich ausgebaut. Viele katholische Bistümer und evangelische Landeskirchen haben – zum Teil millionenschwere – Sonderetats für die Betreuung der Asylsuchenden eingerichtet.

shz.de

Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hunderte Unterkünfte wurden zusätzlich bereitgestellt, etwa in Pfarrhäusern, Klöstern, Priesterseminaren, Kinder- und Jugendheimen. Allein in und um Köln sind mehr als 130 Immobilien der katholischen Kirche von Asylbewerbern bewohnt. Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, stellt einen Teil seiner Dienstwohnung für Flüchtlinge zur Verfügung.

Zehntausende Ehrenamtliche in den Gemeinden kümmern sich um die Neuankömmlinge. Die Palette der Angebote ist groß: Deutschkurse, Begegnungs-Cafés, gemeinsames Kochen, Musikprojekte, Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung, psychologische Hilfen, Geld für den Besuch einer Fahrschule, Einführungen ins Fahren mit Bus und Bahn. Ehrenamtliche begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen, zum Arzt, in Schützenvereine und Chöre. Einige Bistümer wie Paderborn übernehmen Kosten für Rechtsanwälte und Dolmetscher. Andere wie Magdeburg beteiligen sich an Flugkosten für das Zusammenführen von Familien. Auch die Ehrenamtlichen selbst erhalten Schulungsangebote.

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