TV-Comedian John Oliver und das Geschäft mit Gott


Der amerikanische TV-Comedian John Oliver, jetzt Gründer einer eigenen Kirche. (Foto: Süddeutsche.de )
Der US-Komiker rechnet mit Fernsehpredigern ab. Dazu gründet er sogar eine eigene Kirche.

Von Felicitas Wilke|Süddeutsche.de

Zuerst landete ein Brief mit einem Ein-Dollar-Schein in John Olivers Post. Er solle ihn für eine Nacht in seine Bibel legen, hieß es darin, und zurückschicken. Mit 37 weiteren Dollar. Zur Belohnung werde er bald einen weiteren Dollarschein erhalten, und zwar einen gesegneten. Sieben Monate, 26 Briefe und 319 Dollar später sitzt der Satiriker Oliver in einem New Yorker TV-Studio und rechnet in seiner Show „Last Week Tonight“ mit den Methoden amerikanischer Fernsehprediger ab. Dabei schreckt er nicht vor Selbstversuchen zurück.

Schon seit Jahrzehnten flimmern Abbilder von Männern und Frauen über US-Bildschirme, die das Wort Gottes predigen. Vor allem aber werben sie um Spenden leichtgläubiger Zuschauer.

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