Ken Follet: „Ich glaube nicht an einen Gott“


Ken Follet hält ein Leben nach dem Tod für wenig wahrscheinlich. Bild. Cicero
Wie würde der britische Schriftsteller Ken Follet seine letzten 24 Stunden verbringen? Obwohl er nicht religiös ist, stünde ein Besuch in der Kathedrale Westminster Abbey als Erstes auf dem Programm

Von Ken Follet|Cicero

Das ist also das Ende: ein sehr friedlicher Gedanke. Ich habe all diese Sachen gemacht, hatte meinen Spaß. Und nun laufen langsam meine letzten 24 Stunden ab. Für mich ist der Tod nicht Furcht einflößend, nicht traurig, vorausgesetzt, er kommt nicht zu früh. Solange das Alter angemessen ist, bleibt der Tod in meiner Vorstellung sanft und still.

Meine Eltern haben mich damals streng religiös erzogen. Als Kind glaubt man alles, was die Eltern erzählen. Doch als Teenager fängt man an, sie zu hinterfragen. Das tat ich und lehnte die ganze Sache ab. Ich bin heute nicht religiös. Ich glaube nicht an einen Gott und nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich genieße lieber die Momente des Lebens.

weiterlesen

2 Comments

  1. Wenn man älter wird (jenseits 75) und um einen herum fallen die Familienmitglieder alle um wie die Kegel auf der Bowlingbahn, dann hat man zwangsläufig solche Gedanken.

    Als zufällig überlebender Flüchtling des WW-II sind in mir fast alle menschlichen Emotionen getötet worden. Ich konnte unfreiwillig mit 7 Jahren an der Größe des Loches im Körper meines Nachbarn erkennen, ob er eine 2 cm oder gar eine 3 cm Garnate abbekommen hat und war froh nachts auf warmen Leichen im Straßengraben liegen zu lönnen, damit mein einziges warmes Kleidungsstück nicht bei -15°C angefroren ist. Ohne den warmen Mantel hätte niemand den nächsten Tag überlebt, zumindest wußte meinen Mutter das.

    Heute sind solche Flüchtlinge „arme traumatisierte Opfer“ über die ein Heer von Psychoanalytikern herfällt, damals war die Weisheit „reiiß Dich zusammen Du Weichling und jammer nicht“. Deswegen geht ganz normal einfach irgendwann im Kopf das Licht aus und ich hoffe die Erben schütten meine Asche ins Mittelmeer – erfreut mich doch dessen Anblick jeden Morgen beim Frühstück.

    Die Erbschleicher im Talar hat man schon lange vom Grundstück vertrieben, die sollen ihre gläubigen Dumpfbacken belatschern

    Liken

Kommentare sind geschlossen.