Die Evolution von Glauben und Moral


Im Verhalten der Bonobos erkennt der Primatenforscher Frans de Waal mögliche Vorformen der Religiosität. (picture-alliance / dpa / Benjamin Beytekin)
Schimpanse, Ratte oder Elefant: Sozial lebende Tiere haben natürlicherweise das Bedürfnis, gut miteinander auszukommen. Warum darin der Schlüssel zu moralischem Verhalten liege, erläutert der niederländische Zoologe Frans de Waal in seinem Buch „Der Mensch, der Bonobo und die zehn Gebote“.

Von Susanne Billig|Deutschlandradio Kultur

Wenn es in Strömen gießt, kauern Schimpansen sich unter das Blätterdach des Dschungels und setzen ihr schlecht gelauntes „Regengesicht“ auf. Doch manchmal packt sie ein heiliger Furor: Dann springen sie mit gesträubtem Fell von den Bäumen und stampfen aufrecht auf zwei Beinen umher – bis der Regen verschwindet.

Auch das neueste Buch des niederländischen Zoologen Frans de Waal quillt von Geschichten aus der Tierwelt über: Schimpansenmütter, die ihre Kinder jahrelang aufwendig durch die Kindheit lotsen. Ratten, die auf Futter verzichten, um Artgenossen aus der Patsche zu helfen. Bonobos, die stundenlang neben einem gestorbenen Mitglied ihrer Gruppe ausharren, sichtlich von dessen Tod erschüttert. Und wer weiß – vielleicht soll der Regentanz ja Naturgewalten beschwören?

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1 Comment

  1. Das zeigt, dass wir Menschen letztlich auch nur Affen sind. Kein himmlischer Zombie hat uns mitsamt der Erde geschaffen und die Anbetung „höherer unsichtbarer Wesen“ diente dazu mit den unvorhersehbaren Naturgewalten fertig zu werden – zumal man nicht verstehen konnte was warum passiert.

    Das scheint so kompliziert, dass es geistige Dünnbrettbohrr wie der Papst Bergoglio es nicht verstehen, Die RKK hilft lieber wie im Campo de Mayo Tausende Kritiker einer brutalen Diktatur zu betäuben und zusammen mit dem Argentinischen Militär aus Flugzeugen bei 3000 m Höhe ins Meer zu werfen. Das bringt viel Geld und Privilegien (Buch von Horacio Verbitsky)

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