Jugendliche in der Freiwilligen Feuerwehr neigen eher zu Rechtsextremismus


Feuerwehr-Sperrzone © Maik Meid @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Kriminologe Baier warnt vor einer hohen Dunkelziffer und mahnt die Feuerwehr, ihren Nachwuchs vor Rechtsextremismus aufzuklären. In Niedersachsen war ein Feuerwehrmann als Brandstifter einer Flüchtlingsunterkunft aufgefallen.

Von Jörg Nielsen|MiGAZIN

Der hannoversche Kriminologe Dirk Baier empfiehlt den Feuerwehren, ihren Nachwuchs über die Gefahren des Rechtsextremismus aufzuklären. Zwar seien die meisten Wehren eher konservativ geprägt, doch könnten bereits zwei oder drei rechtsextreme Rädelsführer eine Jugendfeuerwehr indoktrinieren, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. „Es gibt eine Studie aus den Jahren 2007/2008 mit 15-Jährigen die zeigt, dass Jugendliche, die in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, eher zu rechtsextremen Gedankengut neigen als solche, die nicht bei der Feuerwehr sind.“

In der Nacht zum Freitag war auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf bei Hameln ein Brandanschlag verübt worden. Einer der drei Tatverdächtigen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen, soll Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein. Außerdem sei er wegen politisch motivierter Straftaten bereits auffällig geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm, einem weiteren Mann und einer Frau gemeinschaftlich versuchten Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vor.

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1 Comment

  1. Dabei handelt es sich bekanntermaßen um ein stark ausgeprägtes, multiples Geltungsbedürfnis, welches meist, bei eher geistig minderbemittelten Zeitgenossen, leider immer wieder festzustellen ist.

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