Der Körper macht die Musik


(Nagual Sounds)

Die Software Nagual Dance übersetzt Tanzbewegungen in harmonische Songs. Diese interaktiven Lieder sorgen auf Partys für Unterhaltung, könnten aber auch in der Medizin eingesetzt werden.

Von Jennifer Lepies|Technology Review

Die linke Hand gibt das Schlagzeug, die rechte Hand erzeugt die Gitarrenklänge. Die Füße übernehmen Trompete und Klavier. Was klingt wie ein ambitionierter Plan für eine Ein-Mann-Band, ist die Idee der Musiksoftware Nagual Dance. Jeder soll damit in der Lage sein, ein eigenes, einzigartiges Stück Musik zu erschaffen. Ohne musikalische Vorbildung – einfach durch die Tanzbewegungen von Armen und Beinen. Und es entsteht immer ein harmonischer Sound, versprechen die Entwickler der Software.

Dabei handelt es sich um das Brandenburger Start-up Nagual Sounds. Es startete 2012 mit Mark Moebius, ein klassischer Komponist, und Artur Reimer, einem Produzenten von elektronischer Musik. Mit der 3D-Tiefenkamera Kinect für Microsofts Xbox sahen sie die Möglichkeit, ihre Idee des kreativen Prozesses umzusetzen. Fortwährend entwickelten sie Prototypen, die bereits auf Messen und Events von tanzfreudigen Probanden und professionellen Tänzern getestet werden konnten.

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