„Mein Kampf“ in Weimar: Wie man mit Giftmüll umgeht


Die Schauspieler Matthias Hageböck (links) und Volkan Türeli vom Berliner Theaterkollektiv Rimini Protokoll während der Fotoprobe zu „Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2“. (Foto: dpa)
Adolf Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ auf einer Theaterbühne – das könnte schiefgehen. Tut es aber nicht. Die Aufführung in Weimar reduziert einen Fetisch auf einen Alltagsgegenstand.

Von Jens Bisky|Süddeutsche.de

Adolf Hitlers Hetzschrift auf der Theaterbühne – funktioniert das?

Das funktioniert sehr gut, weil das Theaterkollektiv Rimini Protokoll nicht Hitler und „Mein Kampf“ ins Zentrum der Aufführung stellt. Sondern sechs Menschen von heute und ihre Erfahrungen mit der Hetzschrift, deren ersten Band Hitler während der Haft in Landsberg schrieb. Sie berichten in kurzen Dialogen von ihren Recherchen und Erlebnissen, die zunächst oft kurios wirken.

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