Rechtsstreit wegen Züchtigung: „Zwölf Stämme“ ziehen aus Deutschland weg


zwoelf_staemme_klosterzimmernMitglieder der Sekte „Zwölf Stämme“ verlassen Deutschland nach 20 Jahren. Nach Prügelvorwürfen hatten Jugendamt und Polizei Dutzende Kinder aus der Glaubensgemeinschaft herausgeholt.

SpON

Die „Zwölf Stämme“ wollen nicht länger in Deutschland leben und lösen ihre Kommunen in Bayern und Sachsen-Anhalt auf. „So brechen wir nach 20 Jahren Präsenz in diesem Land unsere Zelte ab, um in der Tschechischen Republik und anderen europäischen Nachbarländern eine neue Heimat zu finden“, schreibt die fundamentalistische Glaubensgemeinschaft am Freitag in einer Pressemitteilung.

Die „Zwölf Stämme“ fühlen sich vom deutschen Staat ungerecht behandelt, nachdem Jugendamt und Polizei im September 2013 rund 40 minderjährige Kinder aus der Glaubensgemeinschaft geholt hatten. 16 von ihnen seien weiterhin bei Pflegefamilien und in Kinderheimen untergebracht, schreibt die Gemeinschaft auf ihrer Internetseite. Seit zwei Jahren läuft ein Sorgerechtsstreit vor dem Amtsgericht Nördlingen.

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