US-Serie „Hand of God“: Ich bin der Herr, sagt Richter Harris


Foto: Karen Ballard/Amazon Visionär. Richter Pernell Harris (Ron Perlman) empfängt eine Botschaft von Gott – nackt im öffentlichen Bassin.

„Hand of God“: Die neue Amazon-Serie ist mehr als Kriminalfall. Es geht um Selbstjustiz, um Rache und um religiös verbrämten Fanatismus.

Von Joachim Huber|DER TAGESSPIEGEL

„Hand of God“ hat rein gar nichts mit der „Hand Gottes“ zu tun, mit der ein argentinischer Fußballer einst ein WM-Spiel entschied. „Hand of God“ ist eine Kirche, gegründet von Paul Curtis (Julian Morris). Sie will mit der Rettung menschlicher Seelen zugleich die Kasse des Reverends klingeln lassen. Paul Curtis ist ein Schauspieler, ein Menschenfänger, der die Soutane anlegt, ohne den Gauner abzulegen.

„Hand of God“ wächst, der bislang größte Coup ist der Beitritt von Richter Pernell Harris (Ron Perlman); als „Richter Gnadenlos“ spricht er Höchststrafen aus, zugleich ist er der heimliche Herrscher der Stadt, die seine Familie aufgebaut hat. Sein Hang zur Selbstgerechtigkeit entwickelt sich schnell zur Selbstjustiz. Pernell Harris hat sich auf den Weg der Rache gemacht.

weiterlesen