Lama Itigelow: Wladimir Putins toter Einflüsterer


foto: epa / alexey nikolsky Wladimir Putin im Iwolginski Dazan: Lama Damba Ajuschejew, geistiger Lehrer der russischen Buddhisten, weist ihm den Weg.
In Burjatien gilt das buddhistische Oberhaupt als beliebter Ratgeber. Dabei ist der Lama vor 88 Jahren gestorben

Von André Ballin|derStandard.at

Tausende bunter Fähnchen flattern im Wind, rot, gelb und blau, grün oder weiß. Sie hängen an den Bäumen und Sträuchern, Symbole des Glücks. Unverkennbar weisen sie den Weg ins Iwolginski Dazan. Das buddhistische Kloster liegt mitten in der burjatischen Steppe, 30 Kilometer von der Provinzhauptstadt Ulan-Ude entfernt. Die Ausläufer des Chamar-Daban-Gebirges am Horizont verbergen Baikal, den heiligen See der Burjaten.

Dazan heißt übersetzt Mönchsversammlung, und tatsächlich ist das Dazan das Zentrum des Buddhismus in Russland. Und im Mittelpunkt dieser Versammlung steht der Lama Daschi-Dorscho Itigelow. Vielmehr sitzt er dort an hohen Feiertagen wie dem Wesak (Vesakh), dem Geburts- und Todestag Buddhas. In Burjatien wird Itigelow kaum weniger verehrt als Buddha selbst. Für viele Pilger gilt er gar als eine Reinkarnation desselben.

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