Wiki-Vandalen gegen die Wissenschaft


Wischopedia (CC-by-nc-sa von Elias Schwedtfeger /flicker)
Wischopedia (CC-by-nc-sa von Elias Schwedtfeger /flicker)
In der Online-Enzyklopädie sind Artikel zu politisch umstrittenen wissenschaftlichen Theorien besonders häufig Änderungen unterworfen. Maschinelles Lernen hilft, Vandalismus von seriösen Bearbeitungen zu unterscheiden.

Von Philipp Hummel|Spektrum.de

Als am 15. Januar 2001 die Online-Enzyklopädie Wikipedia entstand, war Gene E. Likens bereits im Rentenalter. In seiner beruflichen Laufbahn waren dem Ökologen bahnbrechende Entdeckungen zum sauren Regen gelungen. Er gehörte zu einer Gruppe von Forschern, die als erste das Umweltphänomen in Nordamerika nachwiesen. Likens hatte maßgeblich dazu beigetragen, die Hypothese von der Versauerung des Regens durch Luftverschmutzung zu einer anerkannten wissenschaftlichen Theorie auszubauen – entgegen der Skepsis vieler Kritiker.

Wikipedia wurde geschaffen, um mit Hilfe des Internets das Wissen über Theorien wie der des sauren Regens jedem Menschen auf der Welt leicht zugänglich machen. Doch bald merkte Likens, dass seine Arbeit auch in der neuen digitalen Welt Feinde hat.

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