Kleinste kosmische Ursuppe erzeugt


Im Quark-Gluon-Plasma werden die Bausteine der Protonen und Neutronen frei. © CERN
Überraschung am LHC: Physiker haben das bisher kleinste Tröpfchen eines Quark-Gluon-Plasmas erzeugt – den Zustand der Materie direkt nach dem Urknall. Es entstand bei Kollisionen von Protonen und Blei-Ionen – und damit bei einem bisher als zu klein und zu schwach geltenden Ereignis. Die Tatsache, dass das Quark-Gluon-Plasma doch bei diesen asymmetrischen Teilchentreffern entsteht, hilft dabei, diesen noch immer rätselhaften Urzustand der Materie aufzuklären.

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Wenige Millionstel Sekunden nach dem Urknall gab es weder Atome noch die Elementarteilchen, wie wir sie heute kennen. Stattdessen bewegten sich Quarks und Gluonen frei in einem Plasma umher – einer Art kosmischen Ursuppe. Dieses ultraflüssige Quark-Gluon-Plasma lässt sich unter anderem durch Kollisionen schwerer Blei-Ionen im Teilchenbeschleuniger LHC am CERN erzeugen. Für wenige Sekundenbruchbruchteile reicht die dabei freigesetzte Energie aus, um die Atome in diesen Urzustand zurück zu versetzen.

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