Mehrheit der Briten ist für einen EU-Austritt


Unter Druck. Der britische Premier David Cameron. – Foto: REUTERS
Premier David Cameron will offenbar bis zu 15.000 Syrer ins Land lassen. Doch seine neue Politik kommt bei seinen Landsleuten gar nicht gut an.

Von Matthias Thibaut|DER TAGESSPIEGEL

Die Flüchtlingskrise durchkreuzt die EU-Politik des britischen Premiers David Cameron und macht den Ausgang des kommenden EU-Referendums in Großbritannien ungewisser. Nach einer von der „Mail on Sunday“ veröffentlichten Umfrage haben die Befürworter eines EU-Austritts zum ersten Mal seit Jahren wieder eine knappe Mehrheit. Grund für den Umschwung ist die Migrationskrise.

Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Survation zeigt auch, dass die Sympathie für die Syrienflüchtlinge, die durch das Foto des toten dreijährigen Flüchtlings Ailan ausgelöst wurde, nichts daran ändert, dass die Briten weitere Zuwanderung ablehnen. Eine Mehrheit will, dass keine oder weniger als 3000 Flüchtlinge aufgenommen werden. Die meisten unterstützen den Kurs von Cameron, der nicht an einem europäischen Quotensystem teilnehmen möchte.

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