Naher Osten: Eine Region zerfällt


Bild: (c) REUTERS (MURAD SEZER)
Volker Perthes sieht Europas Nachbarschaft am Beginn einer turbulenten Phase.

Die Presse

Volker Perthes verkörpert, wenn man ihn in seinen diversen Fernsehauftritten beobachtet, so etwas wie die fleischgewordene Sachlichkeit und Klugheit. Der Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, der renommiertesten deutschen Denkfabrik, ist ein herausragender Kenner des Nahen und Mittleren Ostens. Das beweist er auch in diesem Essay wieder.

Perthes sieht die ganze Region „erst am Beginn einer langen Phase der Turbulenzen“. Er prophezeit eine Periode von Wandlungsprozessen, die kein Land völlig unberührt lassen werde. Schon angesichts der demografischen Herausforderungen sei es schlicht unvorstellbar, das selbst derzeit noch als besonders stabil erscheinende Staaten wie Saudiarabien und der Iran keinen politischen und soziokulturellen Wandel durchlaufen würden. Die Tendenz, die Perthes ausmacht, ist „der Zerfall der regionalen Ordnung“.

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