Arktisches Meereis erholt sich nicht


Eisbedeckung Anfang September 2015. Die rote Linie zeigt die durchschnittliche Eisbedeckung im September der 15 Jahre von 1992 bis 2006. Die aktuell mögliche Seewege der Nordost- und Nordwestpassage sind blau eingezeichnet. In der Beaufort See vor Alaska ist auch der abgelöste „Eisarm“ sichtbar. © UHH/Kaleschke; Quelle: JAXA AMSR2-Satellitendaten
Tauwetter in der Arktis: Die Fläche des arktischen Meereises ist schon jetzt kleiner als letztes Jahr zu dieser Zeit – dabei ist das erwartete Minimum noch nicht erreicht. Ein neuer Negativrekord droht Schätzungen von Wissenschaftlern zufolge dieses Jahr zwar offenbar nicht, aber der generelle Abwärtstrend bestätigt sich erneut: Das Eis könnte auf die zweitkleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen zusammenschrumpfen.

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Das Klima auf der Erde wird immer wärmer und das Meereis der Arktis schmilzt immer stärker. Nach dem bisherigen Tiefststand von 2012 sah es in den Folgejahren zunächst so aus, als könnten sich die Eisflächen wieder erneuern. Doch diese Hoffnung war verfrüht: „Entgegen anderslautenden Prognosen stellen wir fest: Das Arktiseis erholt sich nicht“, sagt Lars Kaleschke von der Universität Hamburg. Das Meereis der Arktis gilt als kritisches Element im Klimageschehen und als Frühwarnsystem für die globale Erwärmung.

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