Atomkraft ohne Kernschmelz-Risiko?


Oak-Ridge-Flüssigsalzreaktor. (ORNL / US-Regierung)

Im Rahmen eines EU-Projekts testen Forscher eine neue Technologie für Kernkraftwerke, die inhärent sicher sein sollen. Bis zu einer Kommerzialisierung solcher Flüssigsalzreaktoren ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Von Richard Martin|Technology Review

Seit einigen Jahren sprechen manche Wissenschaftler von einer Rückkehr der Flüssigsalzreaktoren. Betrieben mit flüssigen Brennstoffen statt festen Brennstäben, sollen sie zu einer lang erwarteten „Renaissance der Kernkraft“ beitragen. Die jüngsten Entwicklungen sprechen dafür, dass diese alternative Kernkraft-Technologie tatsächlich zumindest langsame Fortschritte in Richtung Kommerzialisierung macht.

Im August hat ein vierjähriges Forschungsprogramm der EU-Kommission namens „Safety Assessment of the Molten Salt Fast Reactor“ (Samofar) begonnen, an dem Forschungsinstitute und Universitäten beteiligt sind, darunter die Technische Universität Delft in den Niederlanden, das französische Centre National de la Recherche Scientifique und das Brüsseler Joint Research Centre der Kommission selbst. Ziel des Programms ist, die Sicherheitsvorteile von Flüssigsalzreaktoren zu belegen. Wenn alles läuft wie geplant, könnte Anfang des nächsten Jahrzehnts ein Prototyp gebaut werden.

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