Ungarischer Bischof spricht von „Invasion“ muslimischer Flüchtlinge


Auf einer Autobahn ziehen Flüchtlinge am Montagabend in Richtung der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die Polizei konnte sie zuvor nicht zurückhalten. ©AP
Der Stellvertreter des Papstes in Südungarn sorgt mit drastischen Äußerungen für Aufsehen. Muslimische Flüchtlinge in seinem Land seien eine Bedrohung und außerdem arrogant, sagt Bischof Laszlo Kiss-Rigo. Franziskus habe keine Ahnung von der Situation.

Frankfurter Allgemeine

Während Papst Franziskus Europas Katholiken zu mehr Solidarität mit Flüchtlingen aufruft, sorgt sein Stellvertreter in Südungarn mit drastischen Äußerungen für Aufsehen. „Das sind keine Flüchtlinge. Das ist eine Invasion“, sagte Bischof László Kiss-Rigó der Washington Post. „Sie kommen her und rufen ‚Allah ist groß‘. Sie wollen die Kontrolle übernehmen.“

Der Bischof aus der Grenzstadt Szeged am Dreiländereck mit Serbien und Rumänien, wo zehntausende Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien die EU erreicht haben, stellte sich hinter Ministerpräsident Viktor Orban und dessen Hardliner-Flüchtlingspolitik. „Ich stimme voll mit ihm überein“, sagte der 60 Jahre alte Kiss-Rigó. Papst Franziskus dagegen „kenne die Situation nicht“.

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