„Brauchen 2050 60 bis 80 Prozent mehr Biomasse“


Ulrich Schurr – Foto: Forschungszentrum Jülich
Die Bioökonomie versucht Konzepte zu entwickeln, die nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen. Die futurezone hat den Botaniker Ulrich Schurr dazu befragt.

futurezone.at

Die Ernährung der Menschheit und ihre Versorgung mit den Dingen, die sie braucht, richten große Umweltschäden an. Bei den Technologiegesprächen beim heurigen Forum Alpbach diskutierten Experten auf dem Gebiet der Bioökonomie darüber, wie sich das ändern ließe. Die futurezone hat Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich zum Gespräch getroffen und ihn gefragt, wie die Menschheit in Zukunft ernährt werden soll und warum Gentechnik trotz großen Potenzials einen schlechten Ruf hat.

Was ist Bioökonomie?
Bioökonomie ist der Versuch, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, indem aus Biomasse Materialien und Energie erzeugt werden. Die nachhaltige Ernährung der Bevölkerung ist ebenfalls Teil des Forschungsfeldes.

Hier werden globale Überlegungen angestellt?
Die Lösungen sind lokal zu suchen. Wir brauchen eine Regionalisierung der Konzepte, da die Herausforderungen und Gegebenheiten sich von Region zu Region unterscheiden. Die Strategien müssen an die natürlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Wir können die Nahrungsmittelknappheit in der Dritten Welt nicht lösen durch mehr Anbau in den Industriestaaten. Das muss vor Ort erledigt werden.

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