Dodo Marx: „Geld ist nicht das Problem“


Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,

73 Millionen Euro haben die katholischen Bistümer bisher für in Deutschland ankommende Flüchtlinge bereitgestellt. Das wollen sie weiter tun – und jetzt auch mit Immobilien helfen.

Von Claudia Keller|DER TAGESSPIEGEL

Die katholische Kirche in Deutschland will ihr Engagement für Flüchtlinge weiter verstärken. Das kündigte der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Dienstag in Berlin an. Er ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Nach seinen Angaben haben die deutschen katholischen Bistümer bereits 73 Millionen Euro für die Neuankömmlinge bereitgestellt. Man sei bereit, auch noch mehr zu zahlen. „Geld ist nicht das Problem“, sagte Marx.

Pfarreien und Orden sollten zudem prüfen, ob sie mehr Räume und Häuser für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen könnten, etwa auch Klöster, Schulen oder Studentenwohnheime. Am Wochenende hatte Papst Franziskus gefordert, jede katholische Gemeinde in Europa solle eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen. Marx hofft, dass in Deutschland „deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen werden, als es Pfarreien gibt“.

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