Amtsgericht Berlin: Berliner Imam: Freispruch vom Vorwurf der sexuellen Nötigung


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Eine 33-Jährige wirft einem Imam vor, sie gegen ihren Willen geküsst und sexuell berührt zu haben. Doch das Berliner Amtsgericht hat Zweifel an der Schilderung der Frau und spricht den Angeklagten frei.

Berliner Zeitung

Ein Berliner Imam ist vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden. „Es gibt begründete Zweifel“, entschied ein Amtsgericht am Freitag. Eine 33-Jährige hatte nach einem „hypnotischen Ritual“ zur Eherettung im Oktober 2014 schwere Anschuldigungen erhoben: Er habe sie gegen ihren Willen geküsst und sexuell berührt.

Das Gericht befand nach zweitägigem Prozess, es seien zahlreiche Ungereimtheiten aufgetreten. Was während des Rituals in der Wohnung der Frau im Stadtteil Neukölln tatsächlich passierte, „wissen wir nicht genau“, so die Richter. Die 33-Jährige habe das Geschehen ihrer besten Freundin anders geschildert als im Prozess. Auch der Staatsanwalt hatte letzte Zweifel und auf Freispruch plädiert.

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