Verblüffende Streichel-Illusion


Beim sanften Streicheln überlistet uns eine Illusion unserer Wahrnehmung. Sie lässt uns fremde Haut weicher erscheinen. © Hemera / thinkstock
Zur Zärtlichkeit verführt: Erst eine Illusion unserer Wahrnehmung macht das gegenseitige Streicheln so befriedigend. Denn unser Tastsinn lässt uns die Haut des anderen bei sanften Berührungen immer weicher erscheinen als unsere eigene, wie ein Experiment zeigt. Und das weiche, glatte Gefühl löst wiederum eine positive Reaktion in unserem Belohnungszentrum aus., wie die Forscher im Fachmagazin „Current Biology“ berichten.

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Ob für das Neugeborene oder den Erwachsenen: Wir Menschen brauchen für unsere seelisches Wohlergehen die Berührung. Der sanfte Kontakt fördert die soziale Bindung und bewirkt tiefgreifende neurophysiologische und sogar epigenetische Veränderungen. 2002 entdeckten Forscher, dass es für das sanfte Streicheln sogar ganz eigene Leitungen gibt: Das sogenannte CT-Netz reagiert speziell auf diese Berührungen und schickt die Signale direkt ans Gefühlszentrum des Gehirns.

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