Dank Erdogan wird die Lage in Syrien und im Irak noch explosiver


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Schiitische Milizen halten in Bagdad türkische Arbeiter in Gefangenschaft und fordern den Rückzug der türkischen Truppen und die Sperrung der irakisch-syrischen Grenze für Bewaffnete

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Erst als die PKK einen Anlass bot, militärisch gegen diese in der Türkei, in Syrien und im Irak vorzugehen, schloss sich die türkische Regierung halbherzig der US-geführten Allianz zur Bekämpfung des Islamischen Staats an. In erster Linie sollte damit nach der für Erdogan verlorenen Wahl, der eine absolute Mehrheit anstrebte und vor allem an der HDP scheiterte, innenpolitisch die HDP geschwächt oder zerschlagen werden.

Türkischen Truppen sind auch in der Nordirak eingedrungen. Mit äußerst repressiven Mitteln geht Erdogan gegen die Kurden vor, was zuletzt die tagelange Absperrung der Stadt Cizre ebenso dokumentierte wie das Vorgehen des AKP-Mobs gegen Büros der HDP-Partei und die Tageszeitung Hürriet. Mit der Bekämpfung des Islamischen Staates hält sich die türkische Regierung hingegen auffällig zurück, die vor allem einen Sicherheitskorridor an der syrischen Grenze in dem Teil einrichten will, der noch nicht von den Kurden kontrolliert wird.

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