Wissenschaft, spannend wie ein Kriminalfall


DNA, image: Mirny et al/MIT
DNA, image: Mirny et al/MIT
Genetik. Er löst Rätsel, die sonst keiner lösen kann. Molekularbiologe Walther Parson nutzt neue Methoden der DNA-Technologie, um Verbrechen aufzuklären.

Von Alice Grancy|Die Presse

Walther Parson berät das FBI. Er half mit, die Opfer des Tsunamis zu identifizieren und untersuchte die sterblichen Überreste der russischen Zarenfamilie Romanow oder Wolfgang Amadeus Mozarts. Den spannendsten Fall gibt es für ihn aber nicht, sagt der forensische Molekularbiologe vom Institut für Gerichtliche Medizin der Med-Uni Innsbruck. Denn ihn interessiert die Wissenschaft hinter den Fällen.

Die für die Forschung schwierigste Aufgabe sei momentan aber die Analyse der Überreste der im Herbst 2014 ermordeten mexikanischen Studenten. Um den stark zerstörten Spuren nachzugehen, nutzt Parson erstmals die sogenannte Hochdurchsatzsequenzierung. Damit will man Fälle künftig schneller klären, die bisher überhaupt nicht mehr analysierbar waren. Mit dem neuen Verfahren stehe man vor einem Quantensprung in der DNA-Technologie: „Wir rücken in neue Sphären vor“, sagt Parson.

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