„Klingendraht 22“ aus Spanien: Das Symbol der Festung Europa


Nato-Draht. Bild: Frank C. Müller/CC-BY-SA-4.0
Eine Firma aus Malaga profitiert besonders von der Aufrüstung europäischer Landgrenzen. Für den internationalen Vertrieb wurde der Name eigens in „European Security Fencing“ geändert.

Von Matthias Monroy|TELEPOLIS

Immer mehr EU-Mitglieder setzen auf Sperranlagen mit Stacheldraht, um unerwünschte Migranten von der Einreise abzuhalten. Seit 1995 stehen meterhohe Zäune an den Rändern der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla. Griechenland hat einen Zaun an 12 Kilometern seiner Landgrenze zur Türkei errichtet, der weitere Ausbau ist geplant. Auch an den Südgrenzen Bulgariens stehen mittlerweile mit Stacheldraht gesicherte Zäune. Zuletzt hatte Ungarn im Eiltempo seine 175 Kilometer lange Grenze zu Serbien auf diese Weise geschlossen. Die britische und französische Regierung haben sich geeinigt, die Versuche von Migranten in den Eurotunnel zu gelangen ebenfalls mit dem Ausbau von Zaunanlagen zu beantworten.

Während für Fluchten über das Mittelmeer das Boot zur Ikone der Migration geworden ist, gilt Stacheldraht als Symbol für die Aufrüstung an den Landgrenzen. Dabei handelt es sich um den sogenannten NATO-Draht, auf Deutsch auch als Klingendraht, Widerhakensperrdraht oder S-Draht bezeichnet.

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