Sie heulen wieder: Die gewaltbereiten „Grauen Wölfe“


Bild: Felix Huesmann/VICE
„Diyarbakir“ schallt es durch die Lautsprecher. „Burada [Hier]!“, rufen die Demonstranten mit in die Luft gestreckter Faust zurück. „Ankara—Burada! Türkiye—Burada! Burada! Burada!“

Von Felix Huesmann|VICE

Mehr als 2.000 Teilnehmer hatten sich auf Facebook angekündigt. Auf dem Roncalliplatz hinterm Kölner Dom stehen aber kaum mehr als 500 im strömenden Regen. Fast jeder hier hat eine Türkeifahne in der Hand, um die Schultern gehängt oder ins Gesicht gemalt. Auch aus Redebeiträgen und Liedern schallen Nationalstolz und viel Pathos.

Die türkische Jugendvereinigung „Türkiye Gençlik Birliği“ (TGB) hatte zu einer Kundgebung gegen die PKK aufgerufen. Die TGB ist eine der vielen Organisationen türkischer Nationalisten, ihre Mitglieder verstehen sich als kemalistische Linksnationalisten. Politisch stehen sie der türkischen „Vatan Partisi“ (Heimatpartei) nahe. Den Gründer der „Heimatpartei“ bezeichnet der Journalist und Türkeiexperte Ismail Küpeli als „so etwas wie einen türkischen Jürgen Elsässer.“

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