Suizidhilfe: Ethikerin sieht Briten-Votum als „wichtiges Signal“


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Die eindeutige Absage des britischen Parlaments an die Suizidbeihilfe-Freigabe ist in den Augen des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) ein „historisches Votum“: „Die Befürworter des gesetzlich aufrechten engmaschigen Schutzes vulnerabler, weil kranker oder alter Personen, haben nun einen entscheidenden Sieg errungen“, erklärte Susanne Kummer, Geschäftsführerin des in Wien ansässigen Fachinstituts der Bischofskonferenz, am Montag gegenüber „Kathpress“. Die Entscheidung sei auch ein wichtiges Signal für die Debatte in Österreich und Deutschland gewesen.

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Am Freitag der Vorwoche hatte das britische Parlament mit überwältigender Mehrheit einen Gesetzesvorschlag zur Freigabe der Beihilfe zur Selbsttötung in England und Wales abgelehnt: 330 Abgeordnete stimmten gegen den vom Labour-Abgeordneten Rob Marris eingebrachten Gesetzesentwurf, nur 118 dafür. Bereits im Vorfeld der Entscheidung, für die der Fraktionszwang aufgehoben worden war, hatte sich Premierminister David Cameron gegen das Gesetz ausgesprochen, das sich an der Regelung von Oregon angelehnt hätte. Volljährige mit einer Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten können in dem US-Bundesstaat nach ärztlichem Gutachten professionelle Hilfe zur Selbsttötung in Anspruch nehmen, sofern sie freiwillig darum bitten und zwei Ärzte bestätigen, dass alle Auflagen erfüllt sind.

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