Die Wiege der Flüchtlingskrise: Ein Film aus den Trümmern Aleppos


Das Leben in Trümmern ist kein menschenwürdiges Leben. Mit sanfter Stimme umreißt Filmemacherin Souzan Basmaji die vergangenen vier Jahre, in denen Aleppo von einer schillernden Hauptstadt der Islamischen Kultur in eine Betonwüste aus Schutt und Asche zerbombt wurde— während wir dank eines hochmodernen Virtual-Reality-Kamerasets für wenige Minuten die 360-Grad Perspektive eines Fußgängers in der unwirtlichen Kulisse Aleppos einnehmen.

Von Johannes Hausen|MOTHERBOARD

„Welcome to Aleppo“ ist ein immersiver Kurzfilm, entstanden auf den Straßen der Stadt im Sommer 2015. Er erinnert mahnend daran, aus welcher Welt ein Großteil der aktuellen Flüchtlinge die gefährliche Reise nach Deutschland antritt.

Gedreht unter Regie von Konfliktjournalist Christian Stephen entfaltet der Virtual-Reality-Clip seine Wirkung am eindrucksvollsten mit einem Head-Mounted-Display auf dem Kopf, führt aber auch im gewöhnlichen YouTube-Format vor Augen, dass die Verwüstung des Bürgerkriegs kaum mehr als marode Grundgerüste einer ehemals blühenden Stadt hinterlassen hat.

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