„Islamischer Staat“ ist mit jetziger Strategie nicht zu schlagen


Belgische F-16 der internationalen Anti-IS-Koalition / Bild: imago/Xinhua
Durch die seit mehr als einem Jahr anhaltenden Luftangriffe seien keine entscheidenden Erfolge errungen worden, befindet das Internationale Institut für Strategische Studien in London.

Von WOLFGANG GREBER|DiePresse.com

Die brutale Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist nach Einschätzung des renommierten Londoner Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) mit den derzeit gewählten Mitteln nicht zu schlagen. „Die Koalition hat es nicht geschafft, entscheidende Erfolge gegen den IS zu erringen“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Der IISS-Nahostexperte Emile Hokayem geht davon aus, dass die De-Facto-Teilung Syriens und des Iraks vorerst nicht rückgängig gemacht werden könne. Um die Ausbreitung der IS-Terroristen zu verhindern, müsse der Westen sich aber auch dem syrischen Herrscher Bashar al-Assad entgegenstellen. Genau bei letzterem Punkt ist zuletzt ein Aufweichen der westlichen Anti-Assad-Front zu bemerken: Aus den Regierungen von Staaten wie Deutschland und Spanien, aber auch Österreich hieß es, man müsse Assad ins Boot holen bzw. mit ihm reden. Immerhin stellen die syrische Armee und Luftwaffe trotz allem die wesentlichste Streitmacht gegen die Islamisten dar.

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