Drei Millionen Tote pro Jahr durch Feinstaub


Dichter Smog, wie hier in Philadelphia, ist bei uns selten geworden. Aber Feinstaub gibt es reichlich. © thinkstock
Tödliche Schwebstoffe: Jedes Jahr sterben weltweit 3,3 Millionen Menschen vorzeitig durch Feinstaub, wie eine globale Bilanz ergeben hat. Gehen die Emissionen so weiter, könnten bis 2050 sogar sechs Millionen Todesfälle aufs Konto der Luftverschmutzung gehen, warnen die Forscher im Fachmagazin „Nature“. Das Überraschende: Die Hauptquellen für den tödlichen Feinstaub sind nicht Industrie und Verkehr, sondern häusliche Kleinfeuer und die Landwirtschaft.

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Feinstaub ist gesundheitsschädlich – und das sogar unterhalb der offiziellen Grenzwerte, wie 2013 eine europäische Studie belegte. Die nur wenige Mikrometer kleinen Schwebstoffe können tief in die Lunge eingeatmet werden und verursachen dort Lungenkrebs und die Lungenkrankheit COPD. Aber auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte steigt bei erhöhter Feinstaubbelastung. Erst kürzlich fanden Forscher zudem heraus, dass langjähriges Einatmen von Feinstaub sogar das Gehirn schrumpfen lässt.

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