Das Recht auf Blasphemie ist universell


Wird weiter für Meinungsfreiheit kämpfen: Gérard Biard, „Charlie Hebdo“-Chefredakteur Foto: Marc Thomas Spahl
Auch ein heiliges Buch darf man schlecht nennen, findet der „Charlie Hebdo“-Chefredakteur Gérard Biard. In einer Dankesrede verteidigt er die Blasphemie und spricht über „Respekt“ vor dem Islam.

Von Gérard Biard|DIE WELT

Lassen Sie mich einleitend einige Worte zu „Charlie Hebdo“ sagen: Vor dem 7. Januar 2015 waren wir eine kleine politische Satirezeitschrift, deren Bekanntheit normalerweise nicht über die Grenzen Frankreichs hinausreichte – es sei denn, der Prophet Mohammed und seine selbst ernannten Stellvertreter schalteten sich in die aktuelle Debatte ein.

Unsere Hauptsorge bestand darin, das Geld aufzutreiben, damit wir weiterhin erscheinen konnten und denen entgegenzutreten, die uns beschuldigten, gefährliche Provokateure oder gar niederträchtige Rassisten zu sein. Und das, obwohl „Charlie Hebdo“, von Anfang an, immer jede Form des Rassismus, des Antisemitismus, der Homophobie und des Sexismus bekämpft hat.

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