«Der IS ist ein Stück weit Jugendkultur»


Bild: nationalreview.com
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«Wer früher provozieren wollte, wurde Punk. Heute geht er zum IS.» Diese Aussage stammt von Politologe Peter Neumann.

Basler Zeitung

Peter Neumann ist Politikwissenschaftler und Leiter des International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence am King’s College in London. Sein Job ist es, Islamisten, die aus Europa zur Terrormiliz Islamischer Staat gereist sind, aufzuspüren. Dazu nutzt er mit seinem Team in erster Linie Facebook, Twitter und Instagram. Und er hat mit zahlreichen Islamisten Kontakt über Skype und WhatsApp.

So hat Neumann ein Netzwerk angelegt und Daten über 700 europäische Jihadisten angelegt, wie er in einem Interview mit der «Zeit» sagt. Dank diesen Daten hat sein Team zum Beispiel zwei radikale Prediger entdeckt, die über 60 Prozent der europäischen Auslandskämpfer auf einem oder mehreren Social-Media-Kanälen verfolgten, mit ihnen interagierten oder deren Posts likten. «Deren Namen hatte vorher noch nie jemand gehört», so Neumann.

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