Israel: Brennpunkt Tempelberg


The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
Die Fronten zwischen Israelis und Palästinensern bleiben verhärtet. Nach den mehrtägigen Unruhen auf dem Tempelberg bewegt sich der Spannungspegel in Jerusalem noch immer im gefährlichen Bereich. Auch der UN-Sicherheitsrat äußert sich schwer besorgt über die Lage.

Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Die Islamisten der Hamas hatten zum „Tag des Zorns“ aufgerufen. Israelische Medien warnten bereits vor einer „Mini-Intifada“ in Jerusalem. Tatsächlich verliefen die muslimischen Freitagsgebete im Brennpunkt des Konflikts – dem ehemals jüdischen Tempelberg, wo sich heute Al-Aksa-Moschee und Felsendom befinden – ruhiger als befürchtet.

An den scharf kontrollierten Zugängen ließ Israels Polizei am Freitag auch nur palästinensische Männer im Alter von über 40 Jahren durch. Demonstrativ knieten jüngere Muslime derweil auf den Straßen vor der Jerusalemer Altstadt zum Protestgebet nieder – ein bekanntes Bild aus früheren konfrontativen Zeiten. Dort am Damaskustor sowie in einigen arabischen Stadtvierteln flogen denn auch vereinzelt Steine und es brannten Autoreifen.

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