Wenn der Ayatollah über Religionsfreiheit redet


Foto: Ansgar Graw. Ayatollah Seyed Mustafa Mohaghegh Damad leitet die Abteilung für Islamische Studien an der Akademie der Wissenschaften in Teheran
Ein iranischer Geistlicher und ein jüddischer Rabbi einig in Sachen Religion? Eine New Yorker Konferenz offenbart Überraschungen – zum Beispiel, dass es besser sein kann, ein Muslim in Europa zu sein.

Von Ansgar Graw|DIE WELT

Der Ayatollah lächelt freundlich. Er sieht so aus, wie man sich einen Ayatollah vorstellt. Schwarze Kopfdeckung, die Sarik eines Imams, zum würdigen weißen Bart. Aber dann tritt er ans Mikrofon und sagt Sätze, die man nicht erwartet von einem der höchsten iranischen Geistlichen.

„Was meinen wir, wenn wir von Gläubigen und Ungläubigen sprechen?“, fragt Ayatollah Seyed Mustafa Mohaghegh Damad am Freitagabend auf einer Konferenz zum Thema Religionsfreiheit in New York. „Haben diese Begriffe immer die selbe Bedeutung gehabt? Oder verändert sich ihre Bedeutung vor einem unterschiedlichen Kontext?“

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