Die Idee vom Unermesslichen


Brian Clegg Eine kleine Geschichte der Unendlichkeit Aus dem Englischen von Monika Niehaus und Bernd Schuh Verlag: Rowohlt, Reinbek 2015 ISBN: 9783499628009 9,99 €
Brian Clegg
Eine kleine Geschichte der Unendlichkeit
Aus dem Englischen von Monika Niehaus und Bernd Schuh
Verlag: Rowohlt, Reinbek 2015
ISBN: 9783499628009
9,99 €

Der Buchtitel ist durchaus wörtlich zu nehmen. Naturwissenschaftsdozent Brian Clegg beschreibt das mathematische Werden des Konzepts „Unendlichkeit“ von der Antike bis zur Gegenwart.

Von Markus Neurohr|Spektrum.de

Dabei geht er auf die Paradoxa des Zenon von Elea (5. Jh. v. Chr.) ebenso ein wie auf den antiken Philosophen Aristoteles (4. Jh. v. Chr.), der mit seinem „potenziell Unendlichen“ eine Notlösung schuf, um sich nicht mit dem wirklich Unendlichen beschäftigen zu müssen. Außerdem befasst sich der Autor mit den Pythagoreern, die Zahlen als mit der Schöpfung verbunden ansahen, sowie mit dem griechischen Mathematiker Archimedes (3. Jh. v. Chr.), der die damals gängige Vorstellung vom Unendlichen veränderte. In seinem Werk „Die Sandrechnung“ hatte Archimedes abgeschätzt, wie viele Sandkörner das Universum auffüllen, das man sich damals viel kleiner vorstellte als heute. Er erhielt eine große, aber dennoch konkrete Zahl, was gegen die verbreitete Vorstellung sprach, die Zahl der Sandkörner sei unendlich groß.

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