Humanist kritisiert Fundamentalismusvorwurf an Marsch für das Leben


Humanistische Alternative Bodensee
Humanistische Alternative Bodensee

Humanist kritisiert: Die Zuschreibung des ‚Fundamentalismus‘ an die Mitwirkenden am Marsch für das Leben, an dem gegen Sterbehilfe und Abtreibung protestiert wird, ist „völlig haltlos. Wer seine Werte friedlich verteidigt, hat das Anrecht

kath.net

Anlässlich des „Marsches für das Leben“ in Berlin haben zahlreiche säkulare Verbände, aber auch Gewerkschaften und Verbände zum Protest aufgerufen. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Zwischenfälle gegeben, weil vor allem linke Demonstranten übergriffig wurden und die Veranstaltung vornehmlich christlich orientierter Organisatoren störten. Auch 2015 kursierten bereits im Vorfeld Aufrufe in sozialen Netzwerken und in Veröffentlichungen, die eine Blockade des Marsches forderten.

Der Sprecher der „Humanistischen Alternative Bodensee“ (HABO), Dennis Riehle, verurteilt diese Aufforderungen: „Es ist legitim, eine andere Meinung als die der Teilnehmenden des ‚Marsches für das Leben‘ zu haben – und diesen auch auf die Straße zu tragen. Die Erfahrungen zeigen aber, dass die geplanten Aktionen gegen die Kundgebung von aufgehetzten Stimmungen getrieben sind, aus denen leicht auch Aggression werden kann. Das ist nicht zu tolerieren. Im Übrigen ist die Zuschreibung des ‚Fundamentalismus‘ an die Mitwirkenden am Demonstrationszug, an dem gegen Sterbehilfe und Abtreibung protestiert wird, völlig haltlos. Wer seine Werte friedlich verteidigt, hat das Anrecht hierzu – und es gibt keinen Grund dafür, diesen Anspruch in Frage zu stellen“.

weiterlesen